Sonntag, 16. Oktober 2016

[Review] Saal Digital Fotobuch

PR-Sample

Mappe, Katalog, Portfolio - wer im visuellen Bereich arbeitet (ob hauptberuflich oder als Hobby), der weiß um die Wichtigkeit dieser Präsentationsmöglichkeiten der eigenen Arbeiten. Nicht selten hat die Mappe einen höheren Stellenwert, als die Abschlussnote aus Abi oder Studium. 

Seit gut sechs Jahren (oder gar länger?!) ist Saal Digital aus meinen Mappen nicht mehr wegzudenken und ein ständiger Begleiter, wenn es darum geht aktuelles Material printen zu lassen. Habe ich doch sogar im ersten Semester die Qualität der Drucker unserer Fotoabteilung untergraben und heimlich die Ausbelichtungen von Saal Digital in meine Abschlussmappe geschmuggelt.
Qualität und Preis haben mich bisher immer überzeugt und ich kann mir schlicht nicht mehr vorstellen, meine Fotos einem anderen Labor anzuvertrauen.
Entsprechend groß war die Freude, als ich die Möglichkeit bekam das Saal Digital Fotobuch (im Wert von 40 Euro) zu testen.

Saal Digital Fotobuch

Um bestellen zu können, muss man zuerst die Software von Saal Digital installieren (oder updaten, falls nötig) und dann kann es auch schon losgehen. Da ich bisher nur Einzelprints geordert hatte, musste ich mich erst mal in die Funktionen für das Fotobuch einfitzen. 

Wenn ihr Produkt (in dem Fall "Fotobuch") und Aufmachung (Fotobuch, Fotoheft, Geschenkbox, etc.) ausgewählt habt, müsst ihr euch für das Format eures Buches entscheiden. Wenn das erledigt ist, müsst ihr noch die gewünschte Seitenzahl und die Art des Covers angeben. Ob wattiert, matt, glänzend oder in edler Lederoptik - für jeden ist etwas dabei. Praktischerweise stehen an jeder Option die Aufpreise dran und die Software rechnet euch mit jedem Klick den aktuellen Endpreis aus. 
Wenn ihr das geschafft habt, geht es ans Innenleben. Hier stehen euch Designvorlagen zu Auswahl, auf die ihr zurückgreifen könnt. Ich habe die Templates aus diversen Gründen links liegen gelassen und bin mit der nackigen "blank page" fortgefahren. 
Möglichst viel Raum für meine Bilder, reduziert und kein Schnickschnack drum herum (denn der ist ja in meinen Bildern oft reichlich vorhanden) - nach diesem Schema baue ich seit geraumer Zeit meine Portfolios und Bücher aller Art auf.    


Nun geht es also ans Gestalten. Links könnt ihr durch eure Ordner scrollen und die Bilder einfach mittels drag-and-drop auf die Seite ziehen. Ich empfehle euch, vorher einen Ordner anzulegen mit allen Bildern, die in das Buch kommen sollen. Ein großer Vorteil der Software: sie zeigt euch direkt an, ob das Foto für die zu druckende Größe geeignet ist. So kann sich niemand hinterher über verpixelte Bilder aufregen.
Rechts gibt es verschiedene Optionen, die euch das Erstellen des Innenteils etwas erleichtern. Auch da könnt ihr noch aus Vorlagen wählen oder das ausgewählte Foto auf den Millimeter genau anpassen. 
Natürlich könnt ihr auch Schriftzüge, farbige Flächen und jegliche Spielerei mit hinein nehmen. Dabei sei jedoch vorgewarnt: die Gestaltung eines Fotobuches ist nicht eben in zehn Minuten erledigt. Ihr solltet schon etwas Zeit, Muse und Geduld mitbringen um am Ende ein schönes Ergebnis in den Händen zu halten.

Saal Digital Fotobuch

Und dieses Ergebnis kommt ein bis zwei Tage später bereits zu euch nach Hause. Gut verpackt in Folie, mehr Folie und robuster Pappverpackung könnt ihr euch über euer Portfolio, eure Urlaubserinnerung oder eure Momentaufnahme in Buchform freuen. 

Und genau dafür habe ich mich entschieden. Eine Momentaufnahme meiner aufwendigen Face-Paints, die für meinen Make-up Blog Flawless innerhalb des ersten Jahres entstanden sind. Quasi ein Bloggeburtstagsgeschenk an mich selbst. 
Mein Buch kommt im Format 28x28cm daher (ich mag quadratische Buchformate...) mit 26 Seiten und glänzendem Cover. 

Saal Digital Fotobuch

Saal Digital Fotobuch

Ich gebe zu: das glänzende Cover lag nicht in meiner Absicht. Ich hätte es viel lieber in matt gehabt. Und damit kommt einer der wenigen Minuspunkte zum Tragen: Matte Cover eignen sich nur für helle Bilder. Keines meiner Fotos, welches ich als coverwürdig empfand, wurde von der Software akzeptiert und so musste ich diesen Kompromiss schließen. Und ja, es stört mich. Ich kenne die Fotobücher nämlich auch in matt und weiß darum um die edle und elegante Optik. 
Ein weiteres Manko: Auf der letzten Seite und auf der Rückseite des Buches sind winzig kleine QR-Codes angebracht. Das stört die Optik und finde ich für den Preis unangebracht. Wenn man sein Buch im Bekanntenkreis herum zeigt, kommt ohnehin meist die Frage: "Bei wem hast'n des mach'n lassen?". Ein QR-Code tut also nicht wirklich Not.  

Saal Digital Fotobuch

Wenn erst einmal die Angst vor dem leeren Blatt überwunden ist, könnt ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen und euch austoben. Einfach 'mal dreist ein Foto über die gesamte aufgeschlagene Buchbreite spannen und wirken lassen? Keiner hindert euch! Oder eine Doppelseite gepflastert mit vielen kleinen Bildern? Nur zu! Aber bringt Zeit mit. 
Auch beim Cover könnt ihr tun und lassen was ihr wollt. Das Programm zeigt euch an, wo der Buchrücken verläuft - den kann man also theoretisch auch noch bespielen und beschriften. Und ich gebe zu: dem Buchrücken meines Exemplars hätte ich mehr Aufmerksamkeit schenken sollen. Sieht im Regal einfach schöner aus... 

Beim Vor- und Nachsatz habe ich jeweils Querformate über die gesamte Breite platziert. Ansonsten habe ich pro Look ein bis zwei Seiten verballert. Ich wollte den Bildern so viel Raum wie möglich geben, um wirken zu können. Die einzige Grenze war das Buchformat. 

Saal Digital Fotobuch

Saal Digital Fotobuch

Saal Digital Fotobuch

Das Papier ist ein recht dickes, schweres seidenmattes Fotopapier. Durch die Wabenstruktur nimmt es keine Fingerabdrücke an. 
Fantastisch finde ich die Bindung. Die einzelnen Doppelseiten sind so miteinander verklebt, dass es aufgeschlagen eine glatte Fläche bildet. Nichts verschwindet im Buchfalz! Und ganz ehrlich: nichts hasse ich mehr an Bildbänden, als wenn die Mitte des Fotos im Falz verschwindet und so der Sinn des Bildes komplett entstellt wird. 
Wie stabil diese Technik ist, wird die Zeit zeigen. Aber ich habe vollstes Vertrauen, da ich schon ältere Bücher dieser Art gesehen habe (auch rege benutzte) und es fiel nichts auseinander. 

Saal Digital Fotobuch

Saal Digital Fotobuch

Saal Digital Fotobuch

Saal Digital Fotobuch

Fazit

Fotobücher zeigen die eigene Arbeit oder das Erlebte. Es ist etwas Handfestes. Keine lose Blattsammlung, sondern etwas Wertiges, etwas Bedeutungsvolles. Etwas, was man gerne herumzeigt. Auf das man stolz ist. Ob ein visuelles Projekt, eine Fernreise oder besondere Tage. Zusammengefasst in einem Hardcover-Buch wird das Erlebte physisch. Eine Erinnerung zum Anfassen, die man jederzeit aus dem Regal nehmen kann. 
Generell kann ich das Fotobuch von Saal Digital empfehlen, mit leichten Einschränkungen wie den QR-Codes oder die Herausforderung, ein passendes Foto für ein mattes Cover zu finden. Über das Preis-Leistungs-Verhältnis bin ich mir uneins. Auch wenn die Qualität stimmt, finde ich 40 Euro für ein 26seitiges Fotobuch happig. Punkt.
Hier muss wohl jeder selbst entscheiden, ob es das wert ist. Denn im Umkehrschluss muss ich sagen - wenn ich mein Buch hier so vor mir sehe: man sieht ihm die 40 Euro leider nicht an.

Abgesehen davon ist das Medium Fotobuch für mich keine Dauerlösung als Künstler-Portfolio. Ob als Fotograf, Designer oder Make-up Artist - meine Mappe muss editierbar sein. Alte Arbeiten raus, neue rein in regelmäßigen Abständen. Wer aber eine Erinnerung an den Urlaub, den (angeblich) schönsten Tag im Leben oder auch ein komplett abgeschlossenes Projekt haben möchte, der ist mit dieser Art von Erinnerungsstück bestens bedient. 

Kurz gesagt:
- matte Cover nur bei hellen Motiven
- nicht editier- und erweiterbar
-/+  Preis-Leistung

+ die Bindung; kein Verschwinden der Fotos im Buchfalz
+ komplett freie Hand in der Gestaltung
+ viele Auswahlmöglichkeiten für die Aufmachung des Buches
+ Papier nimmt keine Fingerabdrücke an

Was haltet ihr von Fotobüchern?
Schon mal ausprobiert und wie sind eure Erfahrungen?

Saal Digital Fotobuch


Dienstag, 11. Oktober 2016

[Modeling] ...wo die Blätter fallen

Hallo meine Lieben,

nun ist es endlich wieder Herbst geworden und ich kann euch die Bilder zeigen, die meine zauberhafte Palandurwen letztes Jahr (!) von mir gemacht hat. Warum erst jetzt?
Erst ist es ein wenig untergegangen, dann war auf einmal Winter und Herbstbilder im Frühling zu posten fand' ich ja jetzt auch nicht so pralle. Also habe ich auf den nächsten Herbst gewartet, der nur dieses Jahr ganz und gar nicht goldig ausfallen möchte. Zumindest in Leipzig ist das Wetter doch arg kaputt. 
Darum schwelge ich jetzt noch ein bisschen in goldenen Septembererinnerungen mit einer heißen Tasse Tee und sage bis bald, denn ich habe wieder einiges für euch in petto!