Mittwoch, 1. Juni 2016

[Self-Portrait] Coraline

Am Anfang war der Knopf.
Ja, wirklich!

Das Ganze lief nämlich folgendermaßen: Irgendwann mitten im Studium habe ich mich in die Kurzwarenabteilung der Hildesheimer Galeria Kaufhof verirrt. Und da waren sie. Riesenknöpfe. In Schwarz und in Rot. Und was mach ich? Klar, ich nehme nur EINEN mit. Damals dachte ich wohl noch daran, den als Augenklappe zu missbrauchen und mir die Bänder, die durch die Knopflöcher laufen, schick im Gesicht zu drapieren. 

Aber nein, es kam anders. Und jetzt ist er da. 5 Jahre hat der Knopf in meiner Nähkiste geschlummert, bis ich ihn mir endlich ins Gesicht geklebt habe. Gut Ding will eben Weile haben. ;) 

Also, natürlich handelt es sich hier um eine Interpretation der "Other Mother" aus Coraline. Auch unter dem kryptischen Namen "Beldam" bekannt. Den Film habe ich schon vor einigen Jahren gesehen, das Buch dazu aber erst letztes Jahr im Zuge meiner  Reading Challenge gelesen. Es war übrigens die erste Story, die ich von Neil Gaiman gelesen habe und ich brauche uuuunbedingt mehr! Die Wunschliste ist schon voll bepackt! 

Ihr kennt mich ja - die Vorliebe für Bösewichte liegt mir quasi im Blut. Und so hat mich auch Coralines andere Mutter, auf der anderen Seite der kleinen Tür, ziemlich fasziniert. 
Wenn ihr gern noch mehr zu dem Styling und der Geschichte erfahren möchtet, dann schaut doch gerne auf meinem Make-up Blog vorbei!






Freitag, 11. März 2016

[Fotografie] Tulips - oder: wenn sich ein Winterkind nach dem Frühling sehnt

Eigentlich mag ich ja alle Jahreszeiten. Gut, den Sommer am wenigsten.
Aber jede Jahreszeit hat ihre Vorteile. Am Herbst liebe ich die Melancholie. Man kann seine freien Tage mit einem guten Buch und mehreren Tassen heißen Irgendwas im Sessel oder auf dem Sofa verbringen. Ohne schlechtes Gewissen. Ich liebe das Rascheln der bunten Blätter und die warmen Farben der Natur, wenn denn die Sonne scheint.
Am Winter liebe ich die klirrende Kälte (so denn vorhanden) und dass sich beim Ausatmen kleine Wölkchen bilden. Ich liebe sonnige, verschneite Wintertage. Dieses Licht, was es NUR im Winter gibt, weil die Sonne so tief steht. Granatäpfel und Ananas.
Am Frühling liebe ich, dass es allmählich wärmer und grüner, ja bunter, wird. Der Frühling belebt mich, die Tage werden länger, das Leben irgendwie leichter, schwereloser. Projekte und Vorhaben gehen leichter von der Hand. Ich kann in meiner Wohnung werkeln, schlafen, kochen und Sport treiben, ohne das Bedürfnis nach Wolldecke oder Sauerstoffgerät.

Und Sommer. Am Sommer liebe ich eigentlich nur eins: Pfirsiche. Okay, und Nektarinen.




Doch natürlich haben auch der Herbst und Winter so ihre doofen Seiten. Schneematsch zum Beispiel. Schlamm. Pfützen. Und dass man zwischendurch nicht weiß, welche Art Jacke man anziehen soll. Zugegeben, der Frühling beherrscht dieses Spiel auch ganz gut. Nur gefühlt mit weniger Matsch. 




Und obwohl ich doch deutlich mehr dem Winter, als dem Sommer zugewandt bin, kann mir der Frühling seit Jahresanfang gar nicht schnell genug kommen. Also habe ich versucht, ihn mir ins Haus zu holen. Drei Tulpensträuße, einen Tulpentopf und ein frühlinghaftes Make-up später ist es draußen allerdings immer noch grau und kalt. 

Nun habe ich mir diese Woche echte, schwarze Callas ins Haus geholt und sie in quietschbunte Vasen gesteckt. Vielleicht klappt's ja damit.